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Flüchtlinge unterrichten: professioneller Umgang mit inhomogenen Gruppen ohne einheitliche Unterrichtssprache

Zusammenfassung

Lehrerinnen und Lehrer müssen heute zunehmend ethnisch, sprachlich und fachlich inhomogene Gruppen unterrichten. Wir bereiten Lehramtsstudierende in einer Lehrveranstaltung besser auf diese Herausforderung vor. Im Rahmen der Veranstaltung unterrichten sie Flüchtlinge in Kleingruppen ein Semester lang regelmäßig einmal wöchentlich in Mathematik. Die Studierenden werden zunächst auf die speziellen Herausforderungen des Unterrichts in inhomogenen Gruppen (fachlich, kulturell etc.) ohne einheitliche Unterrichtssprache (Deutsch, Englisch, non-verbal etc.) vorbereitet und auch während des Semesters begleitet. Die Studierenden dokumentieren den gesamten Prozess und gewinnen so wichtige Erfahrungen für die spätere Unterrichtspraxis.

Vorbesprechung Mo 8.2.16, 13:15, Hankelzimmer (C-Bau, 6. Stock)

Lernziele

  • Die Studierenden gehen professionell mit unterschiedlichen Vorkenntnissen im Unterrichtsfach um.
    Dazu gehören Binnendifferenzierung, individuelle Einschätzung sowohl von Wissen und Fertigkeiten als auch des Entwicklungspotentials, sowie das Erstellen individueller Lernziele und -pläne.
  • Die Studierenden gestalten ihren Unterricht, ohne dabei auf eine einheitliche Unterrichtssprache zurückgreifen zu können: Der Unterricht erfolgt teilweise auf Englisch, teilweise auf Deutsch, ggf. mit Übersetzung in Drittsprachen durch teilnehmende Flüchtlinge sowie unter Rückgriff auf Methoden der non-verbalen Verständigung.
  • Die Studierenden berücksichtigen in Unterricht und Unterrichtsgestaltung kulturelle Besonderheiten.
  • Die Studierenden unterrichten sowohl einzeln als auch im Team.
  • Wird der Unterrichtsverlauf durch akute oder traumatische persönlichen Belastungen der Teilnehmenden beeinflusst, so erkennen die Studierenden dies, und verweisen die Betroffenen an die geeigneten Stellen, wo ihnen professionell geholfen wird.

Lehr-/Lernformen (Ablauf)

  • Vorbereitungstreffen (Blockveranstaltung mit Unterstützung durch externe ReferentInnen):
    8.4.16, 9:15-18:00 & 9.4.16, 9:15-13:00 (Raum: N14)
    • Informationen zur Situation von Flüchtlingen in der Gegend
    • Behandlung außerunterrichtlicher Herausforderungen und Auflistung geeigneter Anlaufstellen
    • Interkulturelle Kompetenzen
    • Rollenspiele
    • Vorbereitung der Unterrichtsinhalte
  • Wöchentliche Unterrichtseinheiten Di 16-18 (N14-16): Studierende unterrichten Flüchtlinge.
  • Wöchentliche Treffen Mi 16-18 (N14) zur Vor- und Nachbereitung der Unterrichtseinheiten in der Gruppe (Studierende mit Dozenten), in denen wir sowohl auf inhaltliche Themen als auch insbesondere auf spezielle Herausforderungen in der Kommunikation und den Umgang mit der Inhomgenität in den Unterrichtsgruppen eingehen.
  • Dokumentation des Gelernten und Geleisteten durch die Studierenden.

Dozenten: JProf. Dr. Carla Cederbaum & Dr. Stefan Keppeler

Kontakt: E-Mail senden

Umfang: 5 SWS, 6 ECTS-Punkte (im Modul Personale Kompetenzen)

Voraussetzungen: Ein Leistungsnachweis in Analysis oder Lineare Algebra.

Zielgruppe: Lehramtsstudierende ab dem zweiten Fachsemester Mathematik und andere Interessierte.

Leistungsnachweis: Kontinuierliche aktive Mitarbeit und Dokumentation.


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